First Responder

Das Konzept des “First Responder”

Ziel der First Responder (zu Deutsch = Erst-Eintreffender) ist es, die Zeitspanne vom Eintritt eines medizinischen Notfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes (Notarzt, Rettungswagen) zu überbrücken.

Das heißt, dass bei bestimmten Notfällen wie z.B. bewusstlosen Personen, Verkehrsunfällen, Herzinfarkt, Atemstörungen, starken Blutungen etc. besonders ausgebildete Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr ausrücken und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bereits mit lebenserhaltenden Maßnahmen beginnen.

Zu den wesentlichen Aufgaben gehören hierbei:

  • Sicherung bzw. Wiederherstellung von Bewusstsein
  • Wundversorgung
  • Retten aus dem Gefahrenbereich
  • Einweisen von ortsunkundigem Rettungspersonal
  • Unterstützung des Rettungspersonals, z.B. vorbereiten von Infusionen und Intubation
  • Mithilfe beim Transport des Patienten in den Rettungswagen
  • Transport der Besatzung des Rettungshubschraubers zum Einsatzort
  • Betreuen von Angehörigen

Sehr kurze Eintreffzeiten

In der Praxis wird es so ablaufen, dass nach Eingang einer Notfallmeldung in der Rettungsleitstelle wie bisher der Rettungsdienst und ggf. der Notarzt zu diesem Notfall gerufen werden. Da die Anfahrt des Rettungsdienstes verkehrs- und witterungsbedingt unter Umständen einige Zeit in Anspruch nehmen kann, wird gleichzeitig auch die First Responder Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Da die örtlichen Hilfskräfte natürlich kürzere Anfahrtswege und gute Ortskenntnisse haben, werden sehr kurze Eintreffzeiten am Notfallort erreicht.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Helfer in der Regel bereits vier bis sechs Minuten vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes am Einsatzort waren, um wertvolle Hilfe zu leisten.

Keine Konkurrenz zum Rettungsdienst

Das First Responder Team der Freiwilligen Feuerwehr Rimpar möchte sich keinesfalls als Konkurrenz zum öffentlichen Rettungsdienst sehen, es soll vielmehr eine Ergänzung des Rettungsdienstes darstellen, vor allen Dingen dann, wenn ein Patient aufgrund der Verkehrsverhältnisse oder der Entfernungen unter Umständen zu lange auf das Eintreffen professioneller Hilfe warten müsste.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Rimpar sind derzeit zwanzig Feuerwehrleute als First Responder ausgebildet. Darunter auch einige Notfallsanitäter und Rettungssanitäter. Diese Tätigkeit ist freiwillig und stellt einen zusätzlichen Aufgabenbereich innerhalb der Feuerwehr dar. Alle Helfer unterliegen, genauso wie der öffentliche Rettungsdienst, der Schweigepflicht.

Immer auf dem neuesten Stand

Jährlich finden zwei überörtliche und bis zu zwölf interne Ausbildungsveranstaltungen statt. Die ständige Weiterbildung, sowie die Dokumentation und Nachbesprechungen von Einsatzszenarien stellen sicher, dass den Betroffenen eine qualifizierte und schnelle Hilfe geboten wird.

Anders als im Rettungsdienst, wird der Einsatz für die Feuerwehr nicht von den Krankenkassen vergütet. Die First Responder finanzieren sich aus Spenden der Bevölkerung und Unterstützung der Gemeinde. Falls es die Finanziellen Mittel zulassen wird die Ausrüstung ständig erweitert. So konnte durch eine vom 1. Bürgermeister Burkard Losert angeregte Spendenaktion im Herbst 2004 ein Defibrillator (AED) beschafft werden. Je 500 € spendeten die Schlossfestgemeinschaft (= ASV + DJK Rimpar, Freundeskreis Schloß Grumbach), die Sparkasse Mainfranken, die VR Bank Rimpar, die Rimparer Werbegemeinschaft und der Obst- und Gartenbauverein.

Im April 2015 konnte Dank einer Erneuten Spendenaktion ein weiterer Defibrillator (AED) beschafft werden. Dank der Spender Sparkasse Mainfranken, VR Bank Rimpar, Fa. Haustechnik Benak, Firmengruppe Göbel, Fa. Göpfert und Schömig und Getränke Krainer besitzt die Feuerwehr Rimpar nun zwei Defibrillatoren, und vervollständigt die Ausrüstung des GW-Logistik.

Kostenfrei für die Bevölkerung

Für die Bevölkerung fallen bei diesen Einsätzen keine Kosten an. Wir stehen 24 Stunden und 365 Tage im Jahr auf freiwilliger Basis zur Unterstützung des Rettungsdienstes der Bevölkerung zur Verfügung.

Wir hoffen, dass wir auf diese Weise zu einer guten Notfallversorgung beitragen können. Für weitere Fragen stehen wir gerne unter firstresponder@ff-rimpar.de zur Verfügung.